Beim Kinderkreuzweg wurde zirka 30 Kindern die Leidensgeschichte Jesu mit Symbolen und Bildern rund um Kirche und Pfarrheim von Monika Rainer und Julia Herk-Pickel kindgemäß nahegebracht.
Der Karfreitag wurde in Stille vor dem leergeräumten Altar mit den Zeichenhandlungen der Kreuzverehrung, den großen Fürbitten und der Grablegung begangen. Gestaltet wurde die liturgische Feier von Thomas Possert und einem Ensemble rund um Siegfried Kager.
Gründonnerstag, 2. April 2026 • Pfarrkirche Lieboch
Die gesamte Seelsorgeraumfamilie versammelte sich auch heuer wieder am Gründonnerstag, um gemeinsam das letzte Mahl Jesu zu feiern. Diesmal trafen wir uns wieder in Lieboch.
Bei diesem Mahl nahm Jesus das Brot, brach es, reichte es seinen Jüngerinnen und Jüngern und sagte: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Doch Jesus ging noch einen Schritt weiter: Er wusch die Füße seiner Freunde – nicht als Zeichen von Macht, sondern von Liebe und Dienstbereitschaft. Deshalb wurden stellvertretend zwei Personen jeder Pfarre von Pfarrer Claudiu Budău und Diakon Franz Habith die Füße gewaschen.
Musikalisch wunderbar umrahmt wurde die Feier vom Seelsorgeraumchor unter der Leitung von Siegfried Kager. Im Altarraum feierte unser gesamtes Seelsorgeteam sowie die Diakone mit. Nicht zu vergessen die etwa 20 Ministrantinnen und Ministranten aus unseren Pfarren. Auch Lektoren und Kommunionspenderinnen aus allen sechs Pfarren gestalteten die Feier mit.
Anschließend an die Heilige Messe waren wir noch zum Innehalten bei der Ölbergandacht eingeladen.
Ein großes „Vergelt’s Gott“ allen, die diese schöne Feier ermöglichten.
Aufgrund der Wetterlage wurde die Feier in die Kirche verlegt. Eine große Abordnung der Marktmusikkapelle fand auch in der Kirche Platz und trug zur Feier wesentlich bei.
Wir zogen mit den Kindern, die ein Spalier bildeten und Jesus mit den Palmbuschen zugewunken und gesungen haben, ein. Diakon Franz Habith und Pastoralreferentin Ines Kvar interviewten einige „Jerusalemer Bürger_innen“ zu ihrer Meinung zu diesem Jesus von Nazareth. Das war eine spannende neue Form anstatt der Predigt und ging der Frage nach, wer dieser Jesus ist.
Die Passion, also die Leidensgeschichte, wurde in kindgemäßer Form bei diesem Familiengottesdienst mit verteilten Rollen vorgetragen und mit Bildern unterstützt. Die gesamte volle Kirche feierte diese schöne Wort-Gottes-Feier mit Segen für die Erstkommunionkinder und begeisterter Musik des Kilichores unter der Leitung von Kathrin und Edith Müllerferli.
Die Frau am Jakobsbrunnen hat keinen Namen, aber eine Geschichte. Sie selbst fühlt sich nicht würdig, einem jüdischen Mann Wasser zu schöpfen. Doch Jesus sieht über ihre Sünden hinweg und erkennt das Gute in ihr. Er begegnet ihr mit Offenheit und schenkt ihr neues Vertrauen.
Jesus selbst ist das lebendige Wasser, das alle stärkt und neues Leben schenkt. Das Kreuzzeichen, das die Liturgen mit dem Wasser aus dem Taufbecken in unsere offene Hand zeichnen, erneuert unsere Taufe. Es soll uns daran erinnern, dass wir von Gott angenommen sind.
Danke an den Jugendchor Lieboch, der den ökumenischen Gottesdienst musikalisch gestaltet hat.
Heiliger Geist ist ein Sprachereignis, so sieht es die Bibel. Unser Glaube braucht die lebendige heutige Sprache, die u. a. aus der Quelle deiner und meiner Erfahrung kommt. Im Bibliolog hören wir aufeinander. Dabei wird die Antwort auf das Evangelium zur geteilten Erfahrung.
Was ist ein Bibliolog?
Beim Bibliolog gehen wir davon aus, dass im vorgegebenen Bibeltext das sogenannte schwarze Feuer (vom schwarz auf weiß gedruckten Text) lodert. Zwischen den Zeilen des schwarzen Feuers, wohnt das weiße Feuer. Es bildet den Spielraum für unsere eigenen Intuitionen und Erfahrungen.
Die Bibelstelle von der Verklärung Jesu am Berg wird Abschnitt für Abschnitt vorgetragen. Dabei machen wir 3-4x Halt, um in einzelne Szenen hineinzugehen und ich lade euch ein, eine Rolle einzunehmen, alle nehmen jeweils die gleiche Rolle ein. Die Rolle kann eine Person sein oder etwas Nichtpersönliches.
In der Rolle hast du die Möglichkeit, eine Antwort auf meine Frage zu geben. Dann hebe bitte die Hand und ich stelle mich neben die Bankreihe, in der du sitzt. Du bekommst eine Mikrofon, um zu sagen,, was dir auf der Zunge liegt. Dann wiederhole ich es in meinen Worten. So kannst du selbst und alle anderen hören, was du z.B. in der Rolle des Jüngers Jakobus zu sagen hast. Das wiederholt sich in mehreren Rollen.
Alles ist freiwillig, alles ist in Ordnung, richtig und falsch gibt es nicht. Du sagst, was dich bewegt oder nicht. - Der Bibliolog lebt aber natürlich von dem, was die Anwesenden in der Rolle wahrnehmen und aussprechen.
Nach dem musikalisch wunderbar umrahmten Gottesdienst begrüßten die KirchenchorsängerInnen die BesucherInnen "mit an schean G'sang" und luden zu einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrsaal ein.
Viele folgten der Einladung und unterhielten sich gut bei Kaffee, Kuchen und "Uhudlerprosecco" und gemeinsamen Liedern.
Danke allen Beteiligten!
"Pfiat enk Gott mitanand."
"Schean war die Stund' in unserer Rund'."